Wie viel Taschengeld für Kinder? Tabelle nach Alter und warum eine Taschengeldsystem viel wichtiger ist

Wieviel Taschengeld für Kinder ist sinnvoll? Tabelle nach Alter, Tipps für Eltern und warum ein einfaches Taschengeldsystem, bei dem das Geld 4 Jobs bekommt, wichtiger ist als die Höhe des Geldbetrags.

Inhatsverzeichnis

Wie viel Taschengeld sollten Kinder bekommen?

Viele Eltern fragen sich irgendwann: Wie viel Taschengeld ist für Kinder eigentlich sinnvoll?

Als grobe Orientierung empfehlen Experten meist 1–3 Euro Taschengeld pro Woche im Grundschulalter, später etwas mehr im Monat. Die genaue Höhe ist jedoch weniger entscheidend als viele denken.

Viel wichtiger ist nämlich, wie Kinder mit diesem Geld umgehen lernen. Taschengeld kann entweder einfach nur ausgegeben werden oder Kindern helfen, früh einen bewussten Umgang mit Geld zu entwickeln.

Genau diese Frage wird mir auch immer wieder gestellt. Eltern schreiben mir oder sprechen mich in Workshops darauf an:

Wie viel Taschengeld empfiehlst du eigentlich?“ Oder noch  konkreter: Wie viel Taschengeld ist mit 7 Jahren sinnvoll?“

Viele Eltern suchen deshalb nach Begriffen wie:

  • wie viel Taschengeld Kinder bekommen sollten

  • Taschengeld Höhe Kinder

  • Taschengeld Grundschule

  • Taschengeld Tabelle nach Alter

Wenn man danach im Internet sucht, findet man meistens Tabellen von Banken oder Verbraucherorganisationen. Diese können eine erste Orientierung geben, aber aus meiner Erfahrung fehlt dabei oft ein entscheidender Punkt, denn Familien leben unterschiedlich.

Es gibt Haushalte, in denen mehr Geld vorhanden ist und es gibt Familien, in denen auch kleine Beträge gut überlegt sein müssen. Deshalb lässt sich die Frage Wie viel Taschengeld ist richtig?“ eigentlich nie pauschal beantworten.

Aus meiner Erfahrung und aus dem, was mir viele Familien zurückmelden, ist etwas anderes viel entscheidender: Nicht die Höhe des Taschengelds macht den Unterschied, sondern das System dahinter.

Taschengeld Tabelle: Wie viel Taschengeld Kinder nach Alter bekommen

Viele Eltern wünschen sich trotzdem eine Orientierung. Deshalb findest du hier eine typische Taschengeld-Tabelle nach Alter, wie sie häufig von Verbraucherorganisationen empfohlen wird.

Taschengeldtabelle für Kinder nach Alter
Taschengeld-Empfehlung vom DJI (2025)

Diese Beträge sind keine festen Regeln, sondern lediglich Richtwerte.

In vielen Familien gibt es zum Beispiel auch das bekannte Modell:

Erste Klasse → 1 Euro
Zweite Klasse → 2 Euro
Dritte Klasse → 3 Euro

Auch das kann funktionieren, aber die eigentliche Frage ist nicht nur: Wie viel Taschengeld bekommt mein Kind?

Sondern vielmehr: Was lernt mein Kind durch dieses Taschengeld?

Taschengeld in der Grundschule: Wie viel Geld ist üblich?

Gerade in der Grundschule beginnen viele Familien mit Taschengeld. Typische Beträge liegen hier oft zwischen 1 und 3 Euro pro Woche, je nach Alter und Familiensituation. Das klingt erstmal nach wenig Geld, für Kinder ist es aber ein wichtiger erster Schritt, denn Taschengeld bedeutet zum ersten Mal:

Dieses Geld gehört mir.

Kinder dürfen damit eigene Entscheidungen treffen.
Sie erleben zum ersten Mal ganz praktisch:

  • Wenn ich etwas kaufe, ist das Geld weg

  • Wenn ich spare, kann ich mir später etwas Größeres leisten

  • Wenn ich mein Geld einteile, reicht es länger

Taschengeld ist damit oft der erste echte Kontakt mit Geld im Alltag.

Wie oft sollten Kinder Taschengeld bekommen?

Auch diese Frage stellen sich viele Eltern: Wöchentlich oder monatlich? Gerade bei jüngeren Kindern hat sich wöchentliches Taschengeld bewährt. Der Grund ist simpel: Für Kinder ist eine Woche überschaubar.

Sie können schneller lernen:

  • wie lange Geld reicht

  • wie sich Ausgaben auswirken

  • wie sich Sparen anfühlt

Erst ab etwa 10 Jahren kann es sinnvoll sein, auf monatliches Taschengeld umzusteigen, dann lernen Kinder zusätzlich, ihr Geld über längere Zeit einzuteilen.

Der größte Denkfehler beim Taschengeld

Wenn Taschengeld einfach nur gegeben wird, passiert oft Folgendes: Geld kommt rein, Geld wird ausgegeben und damit endet die Erfahrung mit Geld.

Kinder lernen dann vor allem eines:

Geld ist zum Ausgeben da.

Dabei kann Taschengeld viel mehr sein als das, es kann der Moment sein, in dem Kinder erleben:

  • dass Wünsche geplant werden können

  • dass Geduld sich lohnt

  • dass Geld wachsen kann

  • dass Entscheidungen Konsequenzen haben

Genau deshalb arbeite ich bei uns zu Hause mit einem einfachen Taschengeldsystem, bei dem das Geld 4 Jobs bekommt.

Unser Start mit Taschengeld

Wir haben mit Taschengeld begonnen, als mein Sohn fünf Jahre alt geworden ist. Zum fünften Geburtstag haben wir mit 2 Euro Taschengeld pro Woche gestartet, das hat für uns und für ihn richtig gut funktioniert.
Bis zum siebten Geburtstag ist es bei diesem Betrag geblieben. Erst mit sieben Jahren habe ich das Taschengeld auf 3 Euro pro Woche erhöht.

Der entscheidende Punkt war dabei aber nie die Höhe, sondern die Frage: Was passiert eigentlich mit diesem Geld?

Warum ein Taschengeldsystem wichtiger ist als die Höhe

Bei uns hat Taschengeld von Anfang an mehrere Aufgaben bekommen, unser 4-Job-System fürs Taschengeld, denn Geld kann mehr sein als nur ein paar Münzen für kleine Wünsche.

Bei uns wird das Taschengeld auf verschiedene Bereiche aufgeteilt:

  • Geld zum Ausgeben

  • Geld zum Sparen für größere Wünsche

  • Geld zum Investieren

  • Geld zum Spenden oder Verschenken

Kinder erleben dadurch ganz praktisch:

  • dass Wünsche Zeit brauchen

  • dass Geduld sich lohnt

  • dass Geld wachsen kann

  • dass sie Verantwortung für ihr Geld tragen

Taschengeld wird dadurch plötzlich nicht mehr nur Geld zum Ausgeben, sondern zu früher finanziellen Bildung im Alltag.

Wofür dürfen Kinder Taschengeld ausgeben?

Auch das sorgt in vielen Familien für Diskussionen. Grundsätzlich gilt beim Taschengeld: Das Geld gehört dem Kind. Das bedeutet auch, dass Kinder entscheiden dürfen, wofür sie es ausgeben. Das kann manchmal auch Entscheidungen beinhalten, die aus Erwachsenensicht nicht besonders sinnvoll wirken. Genau darin liegt aber der Lernmoment.

Kinder erleben:

  • Geld ausgeben bedeutet Verzicht auf etwas anderes

  • Entscheidungen haben Konsequenzen

  • Sparen ermöglicht größere Wünsche

Taschengeld ist deshalb eine geschützte Lernumgebung für den Umgang mit Geld.

Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?

Viele Experten empfehlen, Taschengeld etwa ab fünf Jahren einzuführen.

In diesem Alter beginnen Kinder:

  • Zahlen besser zu verstehen

  • Wünsche bewusster zu formulieren

  • erste Entscheidungen zu treffen

Wann sollte man das Taschengeld erhöhen?

Viele Eltern fragen sich auch: Wann ist der richtige Zeitpunkt für mehr Taschengeld?

Typische Gründe können sein:

  • ein Geburtstag

  • ein Schulwechsel

  • steigende Ausgaben

  • mehr Verantwortung

Wichtig ist dabei vor allem, dass Taschengeld nicht ständig spontan erhöht wird, sondern nachvollziehbar bleibt.

Häufige Fragen zum Taschengeld

Wie viel Taschengeld mit 7 Jahren?

Viele Familien geben etwa 2–3 Euro pro Woche. Wichtiger als die genaue Höhe ist jedoch, dass Kinder lernen, bewusst mit Geld umzugehen.

Ab welchem Alter sollten Kinder Taschengeld bekommen?

Viele Experten empfehlen Taschengeld ab etwa 5 Jahren.

Sollte Taschengeld von Aufgaben abhängig sein?

Viele Fachleute raten davon ab, Taschengeld als Belohnungssystem zu nutzen.


Taschengeld ist mehr als ein paar Euro

Taschengeld ist für viele Kinder der erste Moment, in dem sie erleben: Dieses Geld gehört mir.

Und genau deshalb kann Taschengeld ein unglaublich wertvolles Werkzeug sein, um Kindern einen guten Umgang mit Geld mitzugeben, denn am Ende geht es beim Taschengeld nicht nur um ein paar Euro. Es geht darum, den Grundstein für den späteren Umgang mit Geld zu legen.

Taschengeld mit System ( Unser 4-Geldjob-System)

Wenn du sehen möchtest, wie unser Taschengeldsystem Schritt für Schritt funktioniert und wie du damit mit Kindern ab etwa fünf Jahren starten kannst, dann schau dir gern den Taschengeld-Kompass an. Darin erkläre ich dir, wie du Taschengeld einfach und alltagstauglich in eurem Familienalltag einführen kannst.

Kleine Münzen, große Zukunft

Taschengeld wirkt im ersten Moment oft wie eine Kleinigkeit im Familienalltag. Es sind ein paar Münzen, die einmal pro Woche den Besitzer wechseln, ein kurzer Moment zwischen Frühstück, Schule, Hausaufgaben und all den anderen Dingen, die den Tag mit Kindern füllen. Doch genau in dieser scheinbar unscheinbaren Situation steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Denn Taschengeld ist für Kinder häufig der allererste Moment, in dem sie erleben, dass Geld nicht nur etwas ist, das Erwachsene verwalten, sondern etwas, das auch sie selbst betrifft. Plötzlich dürfen sie entscheiden, ob sie ihr Geld sofort ausgeben oder ob sie darauf warten, bis es für einen größeren Wunsch reicht. Sie merken, dass Geld schneller verschwinden kann, als man denkt, und gleichzeitig entdecken sie, dass Geduld und Planung dazu führen können, dass aus ein paar Münzen irgendwann etwas Größeres wird.

Viele Erwachsene machen diese Erfahrungen erst viel später im Leben, manchmal sogar erst dann, wenn Geld bereits mit Stress, Sorgen oder Unsicherheit verbunden ist. Umso wertvoller ist es, wenn Kinder schon früh die Möglichkeit bekommen, sich Schritt für Schritt an dieses Thema heranzutasten und ganz selbstverständlich zu lernen, wie Geld funktioniert.

Taschengeld kann dafür ein unglaublich kraftvolles Werkzeug sein, weil es genau dort ansetzt, wo Kinder ohnehin stehen: mitten im Alltag, mitten in ihren eigenen kleinen Entscheidungen. Wenn Taschengeld nicht einfach nur gegeben wird, sondern Teil eines kleinen Systems wird, entsteht daraus etwas viel Größeres als ein paar Euro pro Woche. Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, Wünsche zu planen und zu verstehen, dass Geld immer auch mit Entscheidungen verbunden ist.

Genau deshalb finde ich es so schade, wenn Taschengeld lediglich als ein bisschen Geld zum Ausgeben gesehen wird. Dabei steckt darin eine große Chance, Kindern früh eine solide Grundlage für ihren späteren Umgang mit Geld zu geben. Wenn wir ihnen diese Erfahrungen ermöglichen, schenken wir ihnen nicht nur ein paar Euro, sondern die Möglichkeit, Schritt für Schritt ein Gefühl für Geld, Verantwortung und Selbstständigkeit zu entwickeln.

Und manchmal beginnt genau das mit etwas ganz Einfachem: ein paar Euro Taschengeld, die regelmäßig über den Tisch wandern, und ein System, das Kindern zeigt, dass Geld mehr sein kann als nur etwas, das sofort wieder verschwindet.

Update: Am Sonntag 26.04.2026 gibt es die nächste Runde vom Online-Seminar: „Kleine Münzen, große Zukunft“

➡️ Klick hier für die Infos: https://diefinanzkomplizin.de/taschengeld-system-kinder-online-seminar/


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🕵🏻‍♀️ Deine Deborah | Mama & Die Finanzkomplizin

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